Fazit: Inspiriert.

Wow, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die letzte Woche hat mir soviel wundervolle Erkenntnisse gebracht!
Ich war ja auf dem Symposium Hochsensibilität der Akademie Heiligenfeld in Bad Kissingen. Das Ganze war ein buntes Überraschungsbonbon für mich, denn ich kannte bislang weder die Akademie, noch Bad Kissingen, noch konnte ich richtig einschätzen, ob ich überhaupt so richtig in die Zielgruppe des Symposiums falle. Und die Entscheidung hinzugehen hat sich so sehr gelohnt!

Mir war nicht bekannt, dass Bad Kissingen mit Heiligenfeld sozusagen ein „Mekka für seelische Gesundheit“ ist. Es gibt dort allerhand Kliniken und damit natürlich auch viele Therapeuten. Das Publikum des Symposiums war gemischt. Weniger Männer als Frauen, aber das ist ja in einem solchen Umfeld häufig so. Mehr Ärzte, Therapeuten und Coaches als „einfach nur HSP“. Und bei den ersteren gab es dann wieder welche, die selbst nicht HSP sind, aber beruflich mit HSP zu tun haben und dann wiederum welche, die selbst dazu HSP sind. In der Parkklinik hat die Chefärztin Cristina Pohribneac sogar ein Konzept entwickelt, um Hochsensible mit …

Das Symposium setzte sich zusammen aus Vorträgen vor der gesamten Gruppe und Workshops, für die man sich entscheiden konnte. Die Wahl viel zwar nicht leicht, aber meine Intuition hat mich perfekt geführt. Meine „Workshop-Combo“ beinhaltete 3 Workshops, da ich am zweiten Tag in der Mittagspause abreisen musste.

  1. Hochsensibilität und Tiere, Silvia Teichmann
  2. HSP als natürliche Krisensurfer, Georg Parlow
  3. Verfeinertes Sein, wenn Hochsensitivität zum kraftvollen sozialen Instrument wird, Dr. Roger Ziegler

Der Workshop zum Thema Tiere war schlichtweg eine tolle Gruppenerfahrung. Mehr dazu und generell zum Thema Tiere schreibe ich später mal…

Georg Parlow ist der Autor von „Zart Besaitet“ und damit Pionier zum Thema HSP im deutschsprachigen Raum. Ich finde, mit dem, was er geleistet hat könnte man vielleicht die ein oder andere Star-Allüre vermuten. Hätte ich zumindest. Aber weit gefehlt! Georg ist ein total netter, offener und strahlender Mensch, der uns in seinem Workshop total in den Bann gezogen hat. Nachdem er beleuchtet hat, welche Stärken HSP in Krisensituationen einbringen können ging er auf das Thema „HSP-gerechte Begegnungsformen“ ein, begleitet durch Übungen. Am Besten, Ihr lest Euch einfach direkt ein:

Authentic Relating
Circling & Authentic Relating
Radical Honesty

Das Ganze ist jetzt keine Empfehlung von mir, da ich mich schlichtweg selbst noch einlesen muss. In sofern unfiltriert und frisch für Euch! ;D

Dr. Roger Ziegler hat sowohl einen Vortrag als auch einen Workshop gegeben. Ich habe beides besucht und war begeistert! Er hat uns zunächst in seinen Ansatz eingeführt, wie er mit dem Thema Hochsensibilität umgeht, und wie er Patienten begleitet, besser zur Ruhe zu kommen und in sich und damit in ihrer Kraft zu bleiben. Er kommt aus der klassischen Medizin und hat sich in TCM, Tibetanischer Medizin und Ayurveda weitergebildet. Sehr sympathisch: ich liebe es, wenn Menschen Dinge ganzheitlich betrachten! Seine Vorgehensweise beinhaltet sowohl die körperliche Ebene mit Ernährung etc. als auch die mentale, geistige und auch spirituelle Ebene.
Letztendlich geht es bei HSP ja darum, dass wir mit dem Fokus aufgrund von überdurchschnittlich vielen Reizen oft ins Außen wandern und damit nicht bei uns sind. Er meinte, dass Menschen übrigens generell ca. alle 20 Sekunden mit der Aufmerksamkeit bei sich und dann wieder in der Umgebung sind. Interessant! Um mehr bei sich zu sein und damit Reize zu reduzieren empfiehlt er immer mal wieder über den Tag verteilt nach jedem Atemzug kurz 5 Sekunden die Luft anzuhalten und dann weiterzuatmen. Ich selbst mag das mehr nach dem Ausatmen, man kann es aber auch nach dem Einatmen machen. Kleine Übung – krasse Wirkung! Seit diesem Tag mache ich das immer mal wieder und ruhe danach wirklich mehr in mir. Er beschreibt das als „von der Horizontalen in die Vertikale kommen“. Die anderen Übungen kann ich (zumindest bislang) leider nicht gut genug beschreiben, aber Dr. Ziegler hat eine Praxis in der Schweiz, die man besuchen kann. Eine andere Symposiumsteilnehmerin, die ich kennengelernt habe, hat zwischenzeitlich einen Termin bei ihm ausgemacht und wird mir berichten.

Zwei weitere augenöffnende Learnings für mich waren, dass zum einen Hochsensibilität nicht zwangsweise Verarbeitungsproblematiken mit sich bringen muss. Ist für viele Menschen bestimmt eine sehr heilsame und beruhigende Info.
Und zum anderen war für mich sehr spannend, einmal wissenschaftlich beleuchtet zu sehen, welche Tests zum Thema Hochsensibilität es gibt und wie sich teilweise deren „Dimensionen“ (ich nenn das jetzt mal so – ist kein Fachterminus) unterscheiden. Stichworte hierzu sind EOE, AES und LST. Ich werde mich hier mal mehr einlesen und Euch in der Zukunft etwas dazu schreiben.

Den Titel dieses Posts habe ich Fazit genannt, also nun mein Fazit:
Ich bin begeistert von dem Symposium und den neuen Erkenntnissen, die ich dort gewinnen konnte. Zudem habe ich tolle, herzliche und berührende Menschen kennengelernt und hatte eine tolle Zeit dort. 2020 findet Ihr mich wieder dort!

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