Von Talenten und Sabotagen

Als HSP denke ich naturgegeben viel über mich und Andere nach. Diese Gedanken hier in meinem Blog zu verschriftlichen tut mir gut, fiel mir aber zu Beginn richtig schwer. Ich hatte noch nie das Gefühl besonders gut schreiben zu können. Während in der Schule Mitschüler seitenweise Aufsätze schrieben blieb es bei mir immer schön auf den Punkt und bei maximal eineinhalb Seiten. Die Noten waren auch eher la-la. Beim Reden war das bei mir übrigens schon immer anders! 😀

Bei mir hatte sich also schon sehr früh das Bild verfestigt, dass ich mit wenig Talent zum Schreiben gesegnet sei. Und dabei blieb es all die Jahre. Diesen Blog hier zu beginnen hat mir in vielerlei Hinsicht „Eier“ abverlangt. Zum einen lasse ich ein Stückchen in mich hinein blicken und zum anderen tue ich das, von dem ich immer dachte, ich sei besonders schlecht darin: Schreiben.

„Wie gehe ich das denn jetzt am Besten an?“ dachte ich mir. Schon früher hatte ich haufenweise Tagebücher begonnen und nie fortgeführt. Wenn ein Gedanke oder Gefühl niedergeschrieben waren waren sie ja „weg“. Danach fühlte ich mich anders und konnte das Geschriebene nicht mehr sehen. Ich legte das Buch weg.

Ein Grund, diesen Blog zu beginnen war ja auch, dass ich finde, dass zum Thema HSP zuviel dröge Literatur unterwegs ist. Oder der Tonus ist mir zu medizinisch, zu hart, zu „betroffen“. Ich finde es super, eine HSP zu sein! Klar gibt es auch Schattenseiten, aber Schatten gibt es überall, wo auch Licht ist! Und ich möchte ein oder auch gerne mehrere Schmunzeln in die HSP-Welt tragen. Aber zurück zu meinem Schreib-Talent…

Ums Schreiben komme ich bei einem Blog schwer herum, es sei denn es wäre ein Video-Blog. War mir am Anfang aber definitiv zuviel – also Schreiben! Ich entschied, mich einfach an mein Talent zu halten: das Reden. Und dann einfach genauso zu schreiben. Und das hier kommt dabei raus. Dass ich so viel Zuspruch bekomme freut mich total! Zum Inhalt meiner Artikel und sogar zum Schreibstil! Wow! DANKE!

Mein Learning aus dieser Geschichte: Hinterfragt Euer persönliches Bild von Euren Talenten einmal grundlegend. Vielleicht hat nur mal ein Lehrer zum falschen Zeitpunkt gesagt, Ihr könntet nicht malen oder Ihr hattet beim Sporttest einen schlechten Tag? Vielleicht sabotiert Ihr Euch auch selbst? Probiert Euch doch einfach mal neu aus!

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