Mein erster Kontakt mit anderen, fremden HSP

Anfang diesen Jahres war ich zum ersten Mal auf einer Veranstaltung zum Thema Hochsensibilität. Ulrike Weindel, die mir bis dato noch nicht bekannt war, hielt über die Kontaktstelle Frau & Beruf in Karlsruhe einen Vortrag. Ich erfuhr quasi durch Zufall davon und entschloss mich, hinzugehen. Was mich besonders gefreut hatte war, dass mich mein Mann begleitete.

Zugegebenermaßen ging ich vollbeladen mit allerhand Vorurteilen zum Vortrag – jedoch mit genug Neugier, mir das das Ganze mal anzuschauen. Mein größtes Vorturteil war wohl das, dass ich einen Haufen von komischen Frauen erwartete, die mit allem und jedem komplett überfordert sind und keinerlei Schnittmenge mit mir abenteuerlustigem, powergeladenen Menschen haben. Ich hatte auch angezweifelt, ob ich dort wirklich auf andere HSP treffe oder nur auf anderweitig komplizierte Persönlichkeiten. Ihr seht, beim Vorverurteilen bin ich immer noch schnell und gut dabei, auch wenn ich dieses Thema schon seit Längerem bearbeite! „Auf dem Weg“ sozusagen! 😉

Wir kamen in die Stadtbibliothek und ich war total überrascht, wieviele Menschen dort waren. Ich würde mal sagen, es waren zwischen 100 und 150, zu 95% Frauen (wahrscheinlich aber auch dem Veranstalter geschuldet, da hier sicherlich hauptsächlich Frauen auf dem Einladungsverteiler stehen).

Der Vortrag von Ulrike Weindel, die selbst Hochsensible coacht und auch eine hochsensible Tochter hat war toll! Trotz einiger gelesener Bücher zum Thema waren immer noch neue interessante Informationen für uns dabei und am spannendsten war für mich die Interaktion zwischen dem Publikum und der Vortragenden. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass so viele Fragen kommen, und das auch schon während des Vortrags. Viele der Fragenden haben auch aus eigenen Erfahrungen berichtet und ihr Innerstes mit der Gruppe geteilt. Meine Annahme auf lauter introvertierte und gar verschreckte Menschen zu treffen war schlichtweg Humbug!

Das ganze Erlebnis hat mich und meinen Mann sehr berührt. Ich habe gesehen, dass es viele von „uns“ gibt – in etlichen Ausprägungen. Und ich habe noch ein Stück mehr zu schätzen gelernt, wie ich in den vergangen Jahren schon intuitiv (ohne zu wissen, dass ich eine HSP bin) schon vieles für mich richtig gemacht und viele meiner „Eigenheiten“ schon als Begabungen erkannt habe und für mich und für andere nutze.

Es gibt hier in Karlsruhe auch einen Stammtisch für HSP. Bislang habe ich es noch nicht geschafft hinzugehen, habe es aber auf dem Plan. Ich werde Euch berichten, wenn ich dort war.

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