Du bist nicht Du, wenn Du hungrig bist!

Als ich zum ersten Mal den Snickers Werbespot mit diesem Claim sah musste ich mir den Bauch halten vor Lachen! Wie wahr, wie wahr…

Mein Mann witzelt immer, dass er außer mir nur einen Freund kennt, der auch das Gefühl hat, direkt zu verenden, wenn er nicht zum richtigen Zeitpunkt Nahrung aufnehmen kann. Auch bei dieser Eigenschaft hatte ich zunächst immer angenommen, dass sie halt einfach eine Eigenheit meiner Persönlichkeit sei. Umso mehr freute es mich, als ich in diversen Büchern über Hochsensibilität las, dass dies bei HSP doch auch häufiger vorkommt.

Kurzum ist es so, dass ich, sobald ich ein Hungergefühl verspüre, ca. 20 bis maximal 30 Minuten Zeit habe, um etwas sinnvolles zwischen die Zähne zu bekommen. Ich kann dann von Minute zu Minute das Absinken meines Blutzuckers spüren und bekomme ein zunehmendes Gefühl von Schwäche. Wenn ich über den Zeitpunkt hinaus komme, kann es sogar so weit kommen, dass ich das Gefühl habe, mein Bewusstsein zu verlieren. So weit kommt es in der Regel gottseidank nicht. Und warum?

Weil ich mich mittlerweile ziemlich gut darauf eingestellt habe! „Notfall-Riegel“ in der Handtasche und im Auto sind ein Muss! Und ein aufmerksamer Ehemann mit der Attitüde „Happy wife happy life“ hilft auch extrem. Wenn wir beispielsweise unterwegs sind und ich sage „Ich könnte dann bald mal was essen“, weiß er sofort: „Nahrungsquelle suchen. Jetzt.“. Mittlerweile lachen wir darüber und haben uns sehr gut mit dieser Tatsache arrangiert. Ich bin sehr, sehr dankbar für meinen verständnisvollen Schatz!

Daselbe gilt übrigens auch für Durst. Ich trinke am Tag ca. 3-4 Liter Wasser und sonst eigentlich nichts außer einem Tee morgens und ab und zu mal einen Espresso. „Da würde ja auch sonst gar nichts mehr reinpassen“ denkt jetzt sicherlich der eine oder andere beim Lesen. Wahrscheinlich ist dem auch so. Ich brauche mindestens stündlich ein paar Schlucke Wasser. Was passiert sonst? Ich bekomme Kopfschmerzen und werde ziemlich bald ziemlich angespannt. Heißt also „Notfall-Wasserflasche“ im Auto und manchmal sogar auch 0,5 Liter in der Handtasche, zum Beispiel, wenn ich in einem langen Vortrag sitze. Dieser spezielle Wasserbedarf ist übrigens für HSP auch nicht unüblich. Wirklich abgefahren, was ich mir durch meine Erkenntnis, eine HSP zu sein endlich erklären konnte.

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